


Am Sonntag, den 14. März 2010 um 11:00 Uhr, findet das 18. Rosengartenkonzert der Mannheimer Bläserphilharmonie statt. Veranstaltungsort ist das Rosengarten Kongress-Zentrum in Mannheim. Karten zu 18 Euro (ermäßigt 8 Euro) gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie über die Geschäftsstelle der Mannheimer Bläserphilharmonie (Tel.: 0621 / 7141286).
Mit einer interessanten Melange aus neueren Originalkompositionen und „gestandenen“ Werken europäischer Sinfonik nimmt die Mannheimer Bläserphilharmonie ihr Publikum unter dem Motto „Poesie und Untergang“ mit auf eine gewagte musikalische Reise.
Dichtung und Untergang liegen nirgendwo so eng beisammen, wie in Johann Wolfgang von Goethes Trauerspiel „Egmont“. Ludwig van Beethoven, der für die Bühnenaufführung des Dramas eine passende Schauspielmusik sogar ohne Entgelt komponierte, beschreibt in seiner „Egmont-Ouvertüre“ eindrucksvoll den Untergang des flämischen Grafen gegen die Übermacht der Spanier.
Dem langjährigen Mannheimer Kompositionslehrer Peter Michael Braun hingegen gelingt in seiner fiktiven Opernhandlung des „Weimarer Walzers“ die ironische Darstellung eines „Poeten-Kriegs“ zwischen Goethe und Jakob Michael Reinhold Lenz, der in historischer Konsequenz zur Ausweisung des letzteren aus Weimar im Jahre 1776 führte.
Mit den musikalischen Windungen („Windings“) des in Schweden lebenden Ungarn Miklos Maros wird die Bläserphilharmonie nicht nur eine Welturaufführung auf die Bühne des Mozartsaals bringen, sondern gleichzeitig das Saxofon-Quartett „Tetraphonics“ des ehemaligen Orchestermitglieds Steffen Haß dem MBP-Publikums präsentieren.
In David Gillinghams Sinfonie für Blasorchester „Apocalyptic Dreams“ wird biblische Untergangsstimmung beschworen, allerdings nicht, ohne am Ende die Hoffnung auf die Ewigkeit aufblühen zu lassen.
Drei musikalische Haikus von Stephen Melillo und die schwelgerische Tondichtung „Moldau“ des Tschechen Bedrich Smetana zeigen zwei vollkommen unterschiedliche Blickwinkel auf die Symbiose von Poesie und Klang auf. Ist im ersten Falle die semantische Bedeutung der Dichtung durch den Klang quasi transzendiert, so wird in Smetanas Vaterlandsdichtung das Plätschern, Rauschen und Reißen eines Gewässers von den Quellen bis zur Mündung geradezu überraschend deutlich im Klang.